Arabica und Robusta: hier liegt der Unterschied

Worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen Arabica- und Robustabohnen? Wir haben Ihnen die wichtigsten Fakten und Unterschiede der beliebten Kaffeebohnen zusammengestellt.

Unterschiede zwischen Arabica- und Robustabohnen

Bohnen

Die Bohnen der beiden Kaffeesorten Arabica und Robusta sehen zumindest für den durchschnittlichen Kaffeetrinker erst einmal sehr ähnlich aus. Doch das täuscht. Die Unterschiede der Bohnen zeigen sich in Details wie Form und Farbe der Blätter, ganz besonders aber beim Wuchs. Während wild wachsende Robustas bis zu 10 m hoch werden können, begnügt sich die Arabicapflanze mit 6 – 8 m. Das deutlichste Unterscheidungsmerkmal ist die Form und Größe der Bohnen. Robustabohnen sind rundlicher und kleiner und haben einen fast geraden Einschnitt auf der flacheren Seite. Arabicabohnen dagegen sind insgesamt größer und flacher, die Form ist deutlich ovaler. Die Einkerbung auf der flachen Seite ist in sanfter S-Form geschwungen – je nach Herkunft mehr oder weniger deutlich.

Koffein

Ganz wesentlich ist auch der Unterschied im Koffeingehalt der beiden Bohnenarten. Herzschonender ist hier die Arabicabohne mit einem Koffeingehalt zwischen 0,8-1,4 %. Dafür ist die Robustabohne der bessere Wachmacher: 1,7-4 % Koffeingehalt bringen selbst Morgenmuffel in Schwung. Durch den höheren Koffeeingehalt ist die Robustaplanze gegen viele Krankheiten, Pilze und Schädlinge resistent. Allgemein werden die Arabicabohnen geschmacklich höher eingeschätzt als die Robustas. Sie sind in der Regel weicher, aromatischer und weniger bitter. Dafür überzeugen die Robustas mit dem besseren Körper. Viele Espressosorten möchten das Beste aus beiden Welten vereinen und bestehen deshalb aus einer Mischung beider Arten.

Vorlieben

Im Vergleich zur Sorte Arabica ist die Robusta-Pflanze widerstandsfähiger. Nicht nur Parasiten und Krankheiten, sondern auch hohe Temperaturen machen ihr weniger aus als der Arabica. Ein paar Tage hintereinander tropische Verhältnisse mit 30 °C und mehr sind für Robustas kein Problem, Arabicas machen da schon mal schlapp und erleiden ernsthafte Schäden. Ausserdem haben die Arabicas einen Erzfeind namens Hemileia vastatrix. Dieser Parasit ist nur in Höhenlagen über 900 Meter erfolgreich zu bekämpfen. Aus diesem Grund gibt es in tieferen Lagen keine Arabicaplantagen. Am besten gedeihen die Arabicas in Lagen zwischen 900 und 2000 Meter Höhe. Dort lauert aber auch schon der nächste Feind:

Der Frost

Die Arabicapflanzen mögen ihn überhaupt nicht. Schon einige Minuten können ernsthafte Schäden anrichten. So werden immer mal wieder ganze Ernten durch einen einzigen Nachtfrost vernichtet. Die Robustabohnen dagegen kommen im feuchteren und wärmeren Klima tieferer Lagen von 0-900 Meter Höhe bestens zurecht. Es gibt keinen Grund, den Anbau von Robustakaffee in höhere Regionen zu verlegen.

Konsequenz

Aufgrund der verschiedenen Merkmale ist Arabicakaffee schon fast automatisch teurer als Robustakaffee. Höhere Lagen bedeuten längere Wege und oft auch deutlich steilere Hänge. Hinzu kommt Mehraufwand bei der Pestizidbekämpfung und die meist kompliziertere Verarbeitung von Arabicabohnen.