Kakao: Geschichte & Herkunft

In unserem ersten Teil zur kostbaren Zutat haben wir ein paar allgemeine Informationen zur Verwendung der Samen zusammengeschrieben. In diesem Teil wollen wir Sie ein wenig über die Geschichte des Baumes aufklären sowie einige Informationen zur Herkunft liefern.

Kakao Ursprung

Der Kakaobaum, welcher aus dem Amazonasgebiet stammt, wird in etwa seit dem Jahr 1000 vor Christus in Mittelamerika angebaut und verarbeitet. Die heute gewonnenen Endprodukte aus den Samen der Kakaofrucht unterscheiden sich aber stark von den damaligen Endprodukten. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurden nicht die Samen der Frucht verwendet, sondern das Fruchtfleisch zu einem Gewürztrunk mit alkoholischen Zugaben verarbeitet.

Weiterhin unterschieden sich auch die heute angebauten Pflanzen an sich von den ursprünglichen Varianten des Kakaobaumes. Den Weg nach Europa hat die Kakaofrucht durch die Kolonialisierung gefunden und seit dem werden  die Samen der Frucht zu Schokolade und Kakaopulver verarbeitet.

Der Name der Frucht leitet sich vom Aztekischen ab und zwar vom Namen der Gottheit „Xocóatl“.

Kakao Anbau

Die Produktionsstätten für den Anbau der süßen Schokoladengrundlage haben sich im laufe der Jahrzehnte, gerade auch mit dem steigenden Konsum, von Mittel- und Südamerika in die westlichen Regionen des afrikanischen Kontinents verlagert. Die Elfenbeinküste ist dabei einer der Hauptproduzenten mit den größten Erträgen weltweit.

Der Kakaobaum ist dünn und lang und gedeiht am Besten in tropischen Klimazonen; er benötigt neben hohen Temperaturen nämlich auch viel Niederschlag sowie Schatten. Bedingungen die im Amazonasgebiet (dem Ursprung des Baumes) vorhanden sind und in anderen Gebieten durch eine Mischbepflanzung nachgestellt werden.

Weiterhin ist der Kakaobaum ein immergrüner Baum, welcher sich erst im Alter von 12 Jahren als ertragreicher Kakaoproduzent entpuppt. Mit fünf bis sechs Jahren blüht der Baum das erste Mal und erreicht mit zwölf Jahren sein volles Potenzial. In der Regel wird der Kakaobaum zwei Mal im Jahr geerntet, je nach Klimabedingungen kann die Anzahl der geernteten Früchte variieren.

Kakao Ernte & Verarbeitungsschritte

Von der reifen Frucht bis zur Rohmasse für die Verwendung in Schokolade, Kakaopulver und Co. ist es ein langer Weg, welcher mit dem Abtrennen der Früchte vom Baum mit Macheten startet.

Dabei wird darauf geachtet, dass die Baumrinde möglichst intakt bleibt, um das eindringen von Keimen in den Baum zu vermeiden. Bei tropischen Klimaverhältnissen ist die Bakterienentwicklung immens. Nach dem Abschlagen vom Kakaobaum werden die Früchte geöffnet und deren Samen in Eimer, Kübel oder auf Bananenblättern zur Fermentierung gelagert.

Die Fermentierung hat mehrere Gründe: Durch die Fermentierung werden die Bitter- und Gerbstoffe der Samen abgebaut sowie deren Keimung durch den bei der Fermnentierung entstehenden Alkohol gestoppt. Nach etwa 10 Tagen werden die Samen nun in verschiedenen Verfahren getrocknet und sodann in Säcken in Länder verschifft, die Schokolade produzieren.

Kakaopulver und Butter werden durch das Pressen der gemahlenen Kakaobohnen gewonnen. In diesem Vorgang trennt sich das Fett von der Kakaomasse und hinterlässt einen entölten sogenannten Kakaokuchen, welcher dann weiter zu Kakaopulver verarbeitet wird.

 

Falls Sie sich weiter zu diesem Thema informieren wollen, können Sie den vorangegangenen Artikel über  Verwendung, Nutzen & Geschichten von Kakao lesen und sich schon auf den nächsten Beitrag zum Thema Kakao freuen, welcher im Dezember hier auf unserem Blog veröffentlicht wird. 

Bis dahin legen wir Ihnen die mobile Kaffeebar ans Herz, an der wir nicht nur köstliche Kaffeespezialitäten zubereiten können, sondern auch wohltuende Kakaovariationen herstellen.