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Wodka oder Korn?

Fragen Sie sich auch wo genau der Unterschied liegt? In diesem Artikel erklären wir die Unterschiede in der Spirituosenherstellung zwischen Wodka und Korn.

Grundstoffe von Wodka & Korn

Die Grundstoffe für die Gewinnung der Maische sind bei der Wodkaherstellung vielfältig. Während für den Kornbrand hauptsächlich Gerste, Roggen sowie Weizen verwendet werden, können für die Wodkaherstellung auch Kartoffeln, Zuckerrüben, Trauben oder sogar Quinoa als Grundstoff herhalten. In der Regel wird für die Herstellung von Wodka allerdings ebenfalls Roggen oder Weizen verwendet.

Herstellung von Wodka & Korn

Wodka: Im ersten Schritt der Wodkaherstellung wird die Maische aus dem jeweiligen Grundstoff hergestellt. Die Maische wird dann mit Malz versetzt, um bei der anschließenden Erhitzung bestimmte, im Malz enthaltene, Enzyme freizusetzen, welche die Stärkemoleküle aufspalten und damit die süße Maische (auch Würze genannt) entstehen lassen. Im zweiten Schritt wird die Maische mit Hefe versetzt und so die Gärung veranlasst, welche den Zucker der Maische in Alkohol umwandelt. Danach ist der Brennprozeß an der Reihe. Um ein geschmacksneutrales sowie fuselölfreies Endprodukt zu erhalten, wird der Wodka zunächst mit Wasser auf eine trinkbare Volumenprozentzahl herabgesetzt und weiterhin mehrmals filtriert. Das geschieht unter anderem auch mit Aktivkohle.

Kornbrand: Die Herstellung des Konrbrands ist bis zur Filtration und Lagerung der des Wodkas gleich. Der Grundstoff wird zu einer Maische verarbeitet, welche mit zunächst mit Malz und dann mit Hefe versetzt wird, bevor sie gebrannt wird. Statt der Fitration wird bei hochwertigem Korn jedoch auf eine Lagerung in Eichenholzfässern gesetzt, bevor das Destillat mit Wasser versetzt wird.

Herkunft von Wodka und Korn

Wodka: Hier scheiden sich die Geister. Sowohl in Russland als auch in Polen wird nicht nur viel Wodka getrunken, sondern auch der Ursprung des Getränks verortet. So gibt es Aufzeichnungen, welche den Gebrauch von Wodka in Polen früher als in Russland belegen. Jedoch ist es durchaus denkbar, dass auch in Russland ein Destillat aus Korn, Roggen oder Weizen zur selben Zeit verbreitet war.

Korn: Kornbrand gibt es in Deutschland schätzungsweise seit dem 15. Jahrhundert. Belegt ist die Existenz seit dem frühen 16. Jahrundert in Nordhausen, wo auch heute noch Kornbrände produziert werden. Beliebt ist der Korn vor allem in Nord- und Mitteldeutschland, hier gibt es verschiedene Bräuche diesen zu trinken: In Hannover zum Beispiel wird der Korn zusammen mit Schwarzbier im Meter bestellt und dann auf als Lütje-Lage getrunken. Dabei wird das Kornglas über dem Bierglas gehalten und zusammen in einem Zug ausgetrunken, da diese Methode nicht nur mit steigendem Pegel kleckerfreundlich ist, gibt es für dieses Getränk sogar extra Lätzchen.

Champagner & Champagner-Alternativen

Das Silvester-Getränk schlecht hin gibt es Zar mittlerweile auch in verschiedenen Supermärkten zu kaufen. Was genau drin steckt und warum der Champagner so teuer ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Champagner

Champagner ist eine geschützte Bezeichnung für Schaumwein aus Frankreich. Der Champagner unterliegt strengen Auflagen und muss aus dem eingegrenzten Gebiet der Champagne kommen, auf spezielle Art geerntet, gelagert, abgefüllt sowie gegärt werden.

Weiterhin ist die Erntemenge reglementiert sowie die Most-Menge zur Erzeugung des Endproduktes festgesetzt, sodass jedes Jahr nur eine bestimmte Anzahl an Flaschen verkauft werden können.

Champagner Rebsorten

Für den Champagner werden die Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier sowie Chardonnay verwendet. Chardonnay ist dabei die einzige weiße Traube. Die beiden roten Rebsorten sind für den Grundgeschmack verantwortlich, während der Chardonnay zum verfeinern des Champagners notwendig ist. Um aus den roten Trauben weißen Wein zu gewinnen, müssen diese sofort nach der Ernte gepresst werden.

Weitere Rebsorten sind für die Champagner-Herstellung zwar zugelassen, hauptsächlich werden aber die drei oben genannten Rebsorten verwendet.

Champagner Herstellung & Lagerung

Der Grundwein für den Champagner wird durch einen Gärungsprozess hergestellt. Wenn der Grundwein fertig ist, wird in den meisten Fällen eine sogenannte Assemblage, ein verschnitt aus verschiedenen Weinen der Champagne, hergestellt.

Jahrgangs-Champagner besteht aus nur einem Grunddestillat, ist damit Sortenrein, und daher weitaus teurer als ein Champagner ohne Angabe des Jahrgangs (brut sans anée).

Die Lagerung erfolgt beim Champagner ausschließlich in der Flasche. Dieser Prozeß dient der zweiten Gärung und wird mit Zucker und Hefe durchgeführt, um dem Champagner die Kohlensäure zu verleihen.

Die Lagerzeit für jahrgangslose Flaschen beträgt mindestens 15 Monate und für Jahrgangs-Champagner sogar drei Jahre. Bevor die Flaschen nach der entsprechenden Lagerzeit versandt werden, muss die Hefe entfernt werden — dieser Vorgang nennt sich „Rütteln“.

Das Rütteln beinhaltet die stufenweise Neigung der Flaschen auf den Kopf sowie die tägliche Drehung der Flaschen um ein zehntel. Dieser Vorgang dauert in der Regel 21 Tage und schließt mit der sogenannten „Abschlämmung“ ab.

Das Abschlämmen des Hefepfropfens, welcher sich während des Rüttelns im Flaschenhals formt, funktioniert heutzutage durch Kälte. Die Flasche wird durch ein Eisbad geführt, welches des Pfropfen zum Gefrieren bringt. Im Anschluss wird der Kronenkorken geöffnet, damit der Hefepfropfen herausspringen kann. Durch den in der Flasche entstandenen Druck springt der Hefepfropfen in der Regel sofort heraus, ohne dass zu viel von dem kostbaren Champagner herausfließen kann.

Der Flüssigkeitsverlust, welcher während des Abschlämmens entsteht, wird durch die sogenannte Dosage ausgeglichen. Die Dosage variiert von Haus zu Haus, wird streng geheim gehalten und gibt dem Champagner die spezielle Note.

Champagner Alternativen

Als Alternative zum Champagner können, wenn man von den oben genannten Rebsorten ausgeht, Chardonnay-Schaumeine empfohlen werden. Weiterhin wird ein Crémant ebenfalls in der Flasche gegärt und weist daher ähnliche Charakteristika wie ein Champagner auf. Sowohl Crémant als auch Chardonnay Sekt sind weitaus günstiger als ein echter Champagner, da sie weder bestimmten Produktionsmengen unterliegen, noch die Herkunft der Rebsorten geographisch vorgeschrieben ist.

In Deutschland gibt es Winzersekt, welcher aus den eigenen Rebsorten des Winzers hergestellt werden muss und daher in der Regel sortenrein ist. Auch hier wird der Wein in der Flasche ein zweites Mal gegärt und kann dem Champagner daher qualitativ durchaus das Wasser reichen. Hier kommt es auf die Lagerung an, je länger desto besser, bzw. langanhaltender der Perleffekt.

Zimt

Zimt Zutat Gewürz

Vor allem zur Weihnachtszeit beliebt und gern als Zutat in Backwaren, Cocktails, Smoothies oder Tees verwendet, ist dieses Gewürz aus Baumrinde nicht aus den winterlichen Monaten wegzudenken. Jedoch sind seit etwa 10 Jahren die Geister über die gesundheitsfördernden Effekte geschieden. Für die Einen ist das Gewürz das Superfood schlecht hin, für die Anderen ist es eine gefährliche Zutat mit krebserzeugenden Inhaltsstoffen. Lesen Sie weiter, wenn Sie mehr über die guten und schlechten Eigenschaften von Zimt erfahren wollen.

Herkunft des Zimtgewürzes

Ursprünglich kommt das Gewürz aus Sri Lanka, welches einst den Namen Ceylon trug, und wird mittlerweile weltweit in tropischen bis subtropischen Klimazonen angebaut. Hauptproduzenten sind dabei immer noch Sri Lanka, aber auch China oder Indonesien. Weitere Anbaugebiete reichen von Mittelamerika und den kleinen Antillen bis hin zur Insel Madagascar.

Zimtanbau

Zimt ist die Rinde von Sträuchern und Bäumen mit bis zu 12 Metern Höhe, welche abgeschabt, getrocknet und manchmal auch per Hand gerollt wird. Im konventionellen Anbau wird Zimt an Sträuchern angebaut, um die Ernte zu erleichtern. Die Ernte gestaltet sich aus mehreren Schritten:

  1. Zunächst wird die äußere Rinde des Baumes oder Strauches entfernt und dann die Innenrinde Schicht für Schicht abgeschabt.
  2. Bei diesem Prozess rollt die Rinde sich meist schon von selbst, wenn sie das nicht tut, wird per Hand nachgeholfen oder die Ernte als Zimt-Chips verkauft. In der Regel gilt für die Aromen sowie Geschmack bei Zimt: Je tiefer vom Inneren des Stammes geerntet wird, desto höher die Qualität.
  3. Als nächstes wird die Rinde im Schatten fermentiert, so wird das Gewürz nicht nur trocken, sondern erhält auch die für Zimt typischen Aromen.

Hauptsächlich unterscheidet man Zimtsorten zwischen Ceylon-, Kassia- sowie Padang-Zimt.

Zimt Verwendung

Zimt wird nicht nur zum Backen verwendet. Auch wenn wir in unseren heimischen Gefilden das Gewürz vornehmlich zum Würzen von zahlreichen Gebäckspezialitäten verwenden, wird er weltweit sowohl als Zutat in herzhaften Gerichten verwendet als auch zur Linderung verschiedener körperlicher Leiden benutzt.

Zimt als Zutat in Herzhaften Gerichten ist vor allem im Nahen Osten verbreitet, hier wird das Gewürz sowohl in Kombination mit Bohnen als auch Fleisch oder Wild verwendet. Weiterhin soll Zimt bei der Linderung zahlreicher körperlicher Leiden helfen. So ist Zimt reich an Antioxidantien, Kalium sowie Mangan und soll auch bei der Bekämpfung von Haupilzen helfen.

Ein großer Nachteil ist der hohe Gehalt an Cumarin in den günstigen Zimt-Sorten.

Zimt und Cumarin

Cumarin ist ein Entzündungsfördernder Stoff, welcher in Tierversuchen mit Ratten sogar Krebsausgelöst hat. Auch wenn diese Ergebnisse nicht auf den menschlichen Organismus übertragbar sind, ist beim übermäßigen Verzehr Vorsicht geboten.

So soll man nicht über einen längeren Zeitraum Zimt verzehren. Ganz konkret heißt das: 1 gestrichener Teelöffel Zimt ist die absolute Obergrenze für den Verzehr über einen Zeitraum von 6 Wochen. Wer Zimt öfter und in größeren Mengen zu sich nehmen will, der sollte auf den Ceylon-Zimt zurückgreifen. Dieser ist zwar wesentlich teurer, als der handelsübliche Zimt aus dem Supermarkt, enthält aber deutlich weniger Cumarin und ist damit auch für den Verzehr über einen längeren Zeitraum geeignet.

 

 

 

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Dosier-Methoden für Spirituosen im Überblick

Jigger Barmaß

Wenn Sie einen Cocktail kreieren wollen, dann benötigen Sie eine einheitliche Methode für die Dosierung der Flüssigkeiten. Nur so können Sie die Mengen in den richtigen Verhältnissen zusammenfügen und einen leckeren Drink erschaffen. Selbstverständlich kommt es auf  persönliche Vorlieben bei der Dosierung bestimmter Zutaten an, dennoch sollte man wissen wie viel von welcher Zutat sich im Cocktail befindet, um ein schmackhaftes Getränk zu erhalten. In diesem Artikel geben wir Ihnen einen kleinen Überblick zu drei unterschiedlichen Dosier-Methoden von Spirituosen für die Mischung von Cocktails und Longdrinks.

Dosieren mit Jigger

Jigger sind hilfreiche kleine Dosier-Becher mit denen Spirituosen mehr oder weniger genau abgemessen werden können. In der Regel haben sie zwei Dosier-Enden mit je zwei sowie vier Zentiliter Volumen. Weiterhin helfen Jigger auch bei der Dosierung weiterer Zutaten im Drink.

Der einzige Nachteil der kleinen Helfer ist die Zeit, die aufgebracht wird, um den Alkohol erst in den Jigger zu gießen und dann vom Jigger in den Shaker oder das Glas zu befördern. Für den Hausgebrauch ist diese Dosier-Methode allerdings vollkommen ausreichend.

Jigger

Dosieren mit Fingermaß

Das Fingermaß bzw. die Fingerbreite ist eine prähistorische Maßeinheit, die ungenau und für die Dosierung von Alkohol nur bei Longdrinks von Nutzen ist. Für einen Longdrink mit Tonic und Gin oder Wodka ist eine Fingerbreite von ein bis zwei Fingern Spirituose in einem Glas von ca 14cm Höhe bei etwa 9 cm Durchmesser zu empfehlen. Diese Methode funktioniert schnell, ist aber auch nicht genau und kann daher schnell zu Fehlkalkulationen führen. Weniger ist dann meistens mehr, da man nicht gleich am Anfang der Party vom Stuhl kippen möchte und wenn doch, dann sollte man lieber zu Hause bleiben.

Dosieren mit Auszählen

Das Auszählen ist eine weitere Methode der ungenauen Dosierung von Alkohol, die mit Hilfe eines Ausgießers ein wenig genauer gemacht werden kann.

Beim Auszählen ohne Ausgießer sollte die Flasche in einem Winkel von etwas über oder knapp unter 45 Grad gehalten werden, damit nicht alles auf einmal herausläuft. Der Winkel kommt auf den Füllstand der Flasche an. Weiterhin sollte schnell gezählt werden, da hier mehr Flüssigkeit aus der Flasche gelangt, als bei der Methode mit dem Ausgießer. Zwei Sekunden, also “ Ein und Zwanzig, Zwei und Zwanzig“, sollten ausreichen.

Dosieren mit Ausgießer

Mit einem Ausgießer sieht die Sache schon wieder anders aus. Auch wenn nicht alle Modelle die gleiche Menge Alkohol ausschenken, so sind es in der Regel 4cl die in 4 Sekunden aus der Flasche raus und in das Glas gelangen. Dazu wird der Ausgießer auf die Flasche geschraubt und die Flasche im 90 Grad Winkel gehalten. Sobald der Alkohol anfängt aus dem Ausgießer zu laufen sollte man vier Sekunden auszählen und die Flasche dann sofort wieder hinstellen.

Gehalten wird die Flasche mit Ausgießer meistens mit dem Daumen auf dem Ausgießer: Vier Finger am Flaschenhals und der Daumen auf dem Ausgießer, damit dieser nicht abfallen kann. Dabei sollte man darauf achten, dass das kleine Loch (nicht der Ausguss) am Ausgießer nicht zugehalten wird.

Punsch: Was ist drin, woher kommt er & wie wird er gemacht?

Das leckere Mischgetränk gibt es seit dem 17. Jahrhundert in Europa. Woher es kommt und warum es bis heute noch ein beliebtes Getränk ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Der Weg des Punsches in die europäischen Rezept-Bücher

Weit verbreitet ist die Theorie, das Getränk komme aus Indien. Über die englische Seehandelsflotte soll es nach Europa gelangt sein. Das Wort Panc welches fünf bedeutet und sich angeblich auf die  fünf Zutaten des Punsches, Arrak, Tee, Zitrone, Zucker sowie Gewürze, bezieht, ist Sanskrit und auch der im Punsch verwendete Tee deutet auf eine indische Herkunft hin.

Eine andere Überlegung hingegen ist, dass das Getränk seinen Namen den sogenannten Puncheons verdankt. Die Puncheons sind die Fässer in denen Rum aus der Karibik transportiert wurde und ebenfalls bei Seefahrern bekannt waren. So ist es ebenfalls plausibel, dass das Mischgetränk eine zufällige Errungenschaft von Seefahrern ist, die sich ein warmes sowie Alkoholhaltiges Getränk auf langen Seereisen gemischt haben.

Ob aus Indien oder der Karibik, in Europa existieren seit dem 17. Jahrhundert verschiedene Rezepte und bis heute ist der Punsch ein beliebtes Wintergetränk. Vom österreichischen Jagertee bis zur Feuerzangenbowle gibt es zahlreiche Variationen von Punsch, die sowohl mit als auch ohne Alkohol überaus genießbar sind.

Punsch und seine Bestandteile

Punsch besteht klassischer Weise aus Tee, Gewürzen, Zitrusfrucht, Fruchtsaft sowie einer Spirituose. Der Tee ist derweil meist schon sehr würzig und wird durch Gewürze wie Sternanis, Kardamom, Muskat, Zimtstangen oder sogar auch Pfeffer in seiner Würzigkeit unterstützt.

Dazu kommen die fruchtigen Zitrusnoten der Schalen von Orange, Zitrone oder auch Grapefruit, deren Bitterstoffe meist durch die Zugabe von Zucker ausgeglichen werden. Die Spirituose ist weniger des Geschmacks wegen im Punsch, denn der aufwärmenden Eigenschaften des Alkohols.

Da Punsch mit alkoholischer Zugabe vermehrt im Winter auf Märkten oder zu den stattfindenden Feierlichkeiten getrunken wird, macht die hochprozentige Zugabe lustig und warm gleichermaßen.

Punsch ohne Alkohol

Punsch muss nicht immer mit Alkohol serviert werden. Für alle, die den alkoholfreien Genuss bevorzugen kann leckerer Punsch ohne Alkohol eine wahre Gaumenfreude sein und wird so auch für kleine Schleckermäuler genießbar.

Man kann getrost den ein oder anderen Saft hinzufügen statt der Spirituose und so ein noch süßeres Getränk kreieren. Oft mit „Autofahrerpunsch“ betitelt erfreuen sich die alkoholfreien Varianten an großer Beliebtheit und bieten nicht nur Autofahrern eine Alternative zum hochprozentigen Punsch.

Punsch Rezepte

In der Regel wird ein Tee gekocht, welcher dann zusammen mit Gewürzen und Säften erhitzt wird. Der Punsch sollte niemals kochen, da sonst der Alkoholgehalt der verwendeten Spirituose verloren geht und auch die Geschmäcker der verschiedenen Zutaten verloren gehen können.

Gängige Rezepte enthalten Sternanis, Zimt, Orangen oder Zitronenschalen sowie Beeren in getrockneter Form als Tee oder auch frisch. Daneben werden hochprozentige Spirituosen verwendet, wobei auch Wein oder Sekt gelegentlich ihren Weg in den Punsch finden.

Spirituosen aus Wurzeln

Niedrige Temperaturen machen sich in Deutschland breit, die Tage werden schon seit längerem spürbar kürzer und das Bedürfnis nach Wärme, Gemütlichkeit und Kaminfeuer wächst — der Winter schreitet mit großen Schritten voran. Der Appetit nach warmen sowie würzigen Getränken wird geweckt und genau da wollen wir mit unseren Beiträgen anknüpfen. Diese Woche dreht sich alles um Spirituosen aus Wurzeln, welche wir mit einem passenden Cocktailrezept am Ende dieser Woche abschließen.

Bärwurz

Der Bärwurz ist einer der bekannteren Schnäpse aus Wurzeln und wird aus der gleichnamigen Pflanze hergestellt. Die Bärwurz (im Gegensatz zum Maskulinum des Schnapses) ist ein ausdauernder Doldenblütler, welcher dem Fenchel ähnelt. Nicht zuletzt daher kommt auch der Name Apfelfenchel für das Kraut. Die Wurzel der Pflanze wird für die Gewinnung der gleichnamigen Spirituose verwendet und muss mehrere Jahre heranwachsen, bevor Sie reif für die Verarbeitung zu Spirituose ist.

In der Regel wird die geerntete Wurzel in Mazeriergefäßen gelagert, bevor Sie mit Neutralalkohol extrahiert wird und nach erneuter Lagerung von wenigen Stunden bis Tagen destilliert wird.

Das Destillat wird dann entweder für kurze Zeit in Stahlfässern oder für mehrere Monate in Eichenfässern gelagert. Traditioneller Weise werden Bär- oder Blutwurz in Keramikflaschen abgefüllt.

Blutwurz

Der Blutwurz ist ein Kräuterschnaps aus der gleichnamigen Pflanze, welche viele weitere Namen trägt: Rotwurz, Tormentil, Siebenfinger oder Natterwurz sind nur wenige davon. Die Pflanze gehört zur Familie der Rosengewächse und hat den Namen Blutwurz dem an Schnittstellen rot anlaufenden Rhizom zu verdanken. Ein ausdauerndes Kraut, welches am Besten in mäßig saurem Boden gedeiht und daher meist in Heiden, Mischwäldern oder Niedermooren wächst.

Die Herstellung des Schnapses verläuft ähnlich wie die des Bärwurzes. Auch hier wird mazeriert, extrahiert, destilliert und gelagert.

Enzian

Das Rhizom der gelben Enziane wird als Grundstoff der Spirituose verwendet. Die Pflanze wächst wild in den sogenannten Kalkalpen heran, die Ernte der Wildpflanzen ist streng reglementiert und auch die Wachstumsorte werden, aufgrund der hohen Verwechslungsgefahr mit dem überaus giftigen Germer, geheim gehalten. In der Regel werden speziell für die Spirituosenherstellung kultivierte Pflanzen verwendet, dafür eignet sich der gelbe Enzian am besten: Das Rhizom des gelben Enzians ist größer und ertragreicher, hält aber auch die meisten Bitterstoffe bereit.

Die Spirituose ist ein Wurzelbrand, welcher ein Destillat aus Wurzelmaische ist. Es werden ihm heilende Kräfte nachgesagt, die sich von antiseptischen über verdauungsfördernde bis hin zu entzündungshemmenden Eigenschaften erstrecken. Wissenschaftliche Nachweise bleiben bisher aus, die Anekdoten über die heilenden Kräfte des Wurzelbrandes gibt es aber seit Jahrhunderten zu Hauf.

Die Spirituose aus Enzian wird seit Jahrhunderten hergestellt und erfreut sich bis heute an großer Beliebtheit.

Kakao: Verwendungen, Geschichten & Nutzen

Der Kakaobaum, welcher seinen Ursprung in Mittelamerika hat und sich mittlerweile in den westlichen Gebieten des afrikanischen Kontinents verbreitet hat, ist ein dünner Unterholzbaum mit Schwertartigen Blättern. Die daran wachsende Frucht enthält Samen, die nach einem bestimmten Bearbeitungsprozess sowohl Kakaobutter als auch eine Kakaomasse ergeben. Aus Masse und Butter werden diverse Schokoladenprodukte gefertigt sowie das beliebte Heißgetränk erstellt.

Kakao Verwendungen

Die Samen der Kakaofrucht werden auf verschiedene Weisen weiterverarbeitet. Die Trockenmasse, welche bei der Fermentierung und anschließender Röstung der Samen entsteht, wird für die Verarbeitung zu Schokoladenprodukten verwendet. Die Kakaobutter wird in der Lebensmittelverarbeitung zur Erzeugung von Nougat, weißer Schokolade oder Kuvertüre verwendet.

Gerade die Kakaobutter hat ein sehr breites Spektrum an Verwendungsmöglichkeiten in der Kosmetikindustrie. Durch ihren geringen Schmelzpunkt und ihre fettenden Eigenschaften wird die Kakaobutter vornehmlich in Hautpflegeprodukten verwendet.

Kakao Geschichten

Die Geschichte des Kakaos wird in einem weiteren Artikel in den nächsten Wochen auf unserem Blog umrissen, in diesem Absatz wollen wir Ihnen eine Anekdote zur süßen Masse erzählen.

Kakao als Party-„Droge“ wurde vor einigen Jahren in der Club-Szene Berlins, Londons und New Yorks verstärkt beworben. Ein alles umfassender Rausch ist dabei nicht der Zweck des Kakaos. Die in diversen Getränken verarbeitete Kakaomasse soll der Aufnahmefähigkeit von Musik und Stimmung dienen und die Konsumenten nicht etwa in eine andere Dimension befördern. Dazu wurden spezielle Kakao-Pulver zum Schnupfen entwickelt und die Zutat in Smoothies, alkoholfreien Cocktails und verschiedenen veganen Rezepten auf diesen Veranstaltungen, den sogenannten „Gatherings“, verarbeitet.

Kakao Nutzen

Der Nutzen der Pflanze ist abgesehen von den kulinarischen Ergüssen auch in gesundheitlicher Hinsicht relevant. Schokolade macht glücklich, das wissen die meisten Konsumenten aus eigener Erfahrung. Schokolade, bzw. Kakaomasse enthält eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Stoffen wie zum Beispiel Polyphenol Epicatechin und weitere Bestandteile, deren Wirkung jedoch noch belegt werden muss.

Die positiven Effekte auf den Körper richten sich nach der konsumierten Menge. Der geläufige Schokoladenverzehr von ein bis zwei Riegeln auf der Couch oder am Schreibtisch reicht in der Regel nicht aus, um die gesundheitsfördernden Stoffe in der Schokolade in einer Dosierung zu erhalten, die einen positiven Effekt auf den menschlichen Organismus hätte. Die konzentrationsfördernde Wirkung von Schokolade bei älteren Menschen ist jedoch in mehreren Studien nachgewiesen worden.

Whiskey Sour

Über die Cocktailgruppe der Sours haben wir bereits berichtet und wollen nun nicht nur ein Cocktailrezept aus dieser Familie unserem Blog hinzufügen, sondern auch ein wenig mehr über die Geschichte der Rezepte dieser Cocktailfamilie erläutern. Es gibt Sours in vielen verschiedenen Variationen als Fizz oder Collins, mit Gin oder Brandy, mit Zuckerrand, Zitronenzeste, Orangenscheibe oder auch „on the Rocks“.

Der Whiskey Sour kommt ohne viel „Schnick-Schnack“ aus, sowohl in den Zutaten als auch in der Dekoration, was nicht zuletzt der breiten Palette an Geschmäckern durch den verwendeten Whiskey geschuldet ist.

Whiskey Sour — ein Drink mit Tradition

Der Drink zählt zu den klassischen Cocktails und wird seit jeher zubereitet. Wie wir schon in unserem Beitrag über Sours erwähnt haben, wurden die sauren Lustigmacher nicht nur zu Zwecken des legeren Amusements konsumiert, sondern auch der Gesundheit wegen. Da viele Seefahrer den sauren Saft der Zitrusfrucht nicht gern pur getrunken haben und Zucker erst seit der industriellen Revolution innerhalb unterer Gesellschaftsschichten erschwinglich wurde, musste dem Zitronensaft eine unwiderstehliche Zutat hinzugefügt werden: Die Cocktailfamilie der Sours war geboren. Wann genau der Whiskey hinzukam ist nur sehr schwer auf einen bestimmten Zeitpunkt festzunageln, da sich solche Ereignisse eher selten in vertrauenswürdigen Überlieferungen aus Zeitungen, Tagebüchern oder offiziellen Berichten befinden. Da wir keine historische Arbeitsgruppe sind, lassen wir die genaue Analyse historischer Quellen anderen über und konzentrieren uns auf unsere Spezialität: Der Zubereitung von Getränkespezialitäten.

Whiskey Sour Rezept

  • 5cl Burbon Whiskey
  • 2cl Zuckersirup
  • 2clZitronensaft (frisch)

Zubereitung

  1. Zutaten auf Eis Shaken
  2. Über ein Barsieb in Cocktailschale oder Tumbler abseihen
  3. Mit Maraschino-Kirsche oder Cocktailkirsche dekorieren

Boston Sour

Der Boston Sour ist eine Variante des Whiskey Sours mit Eiweiß. Dem obigen Whiskey Sour Rezept kann noch ein Eiweiß hinzugefügt werden, welches dem Drink durch das Schütteln im Shaker eine schaumige Kappe aufsetzt. Angst vor Salmonellen muss man in der Regel nicht haben, da sowohl der Alkohol als auch der Zitronensaft antibakteriell wirken. Wer auf Nummer sicher gehen möchte serviert den Whiskey Sour einfach ohne Eiweiß und gibt sich bei der Dekoration des Drinks mit Kirsche und Zitronenzeste besonders viel Mühe.

Whisky, Whiskey & die „richtige“ Schreibweise

Das „Wasser des Lebens“ ist eine aus Getreidemaische, Hefe und Wasser gewonnene Spirituose, die seit Jahrhunderten hergestellt wird. Das Ursprungsland ist nur schwer festzustellen, aber zwischen Schottland und Irland muss der beliebte Schnaps irgendwo entstanden sein.

Whisky

Das ist die Schreibweise, welche bis in das 20. Jahrhundert verwendet wurde. Erst mit Anbeginn des vergangenen Jahrhunderts wollten sich die irischen von den schottischen Produzenten abgrenzen und fügten dem Namen Ihres Produktes ein e vor dem letzten Buchstaben hinzu. Diesem Wunsch liegt natürlich auch ein Unterschied in der Produktion zu Grunde und daher gibt es bis heute noch Unterschiede von Whisky zu Whiskey, welche sich in der Regel an der Tradition der jeweiligen Herstellung orientieren.

Whiskey

Whiskey ist vor allem auf dem amerikanischen Markt die dominierende Schreib- und Produktionstradition. Hierfür werden sowohl Mais als auch Roggen zu Maischen verarbeitet und daraus der Whiskey gebrannt. Im Gegensatz zu schottischem Whiskey werden die für die Lagerung vorgesehenen Fässer nicht mehrfach verwendet und auch die Lagerung an sich unterscheidet sich von der schottischen Tradition.

Herstellung von Whiskey und Whisky

Die Grundzutaten eines Whiskeys oder Whiskys sind: Getreide, Wasser und Hefe.

Die Herstellungsverfahren des Whiskys richten sich nach den verwendeten Rohstoffen. Wird ein Whiskey aus Mais hergestellt, muss dieser im ein oder anderen Schritt gekocht werden, bevor die restlichen Zutaten hinzugefügt sowie im Anschluss gebrannt werden. Whiskys aus hauptsächlich Roggen werden gemaischt, gegärt, gebrannt und gelagert bevor das Genussmittel verzehrt werden kann.

Jede einzelne Zutat wirkt sich auf den Geschmack aus, selbst das für die Herstellung verwendete Wasser wirkt sich stark auf den Geschmack der Spirituose aus. So werden Torfgehalte, Mineralien und der Gleichen mehr nicht nur in die Geschmackskonzeption mit einbezogen, sondern auch stets streng kontrolliert, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erhalten.

Burbon, Malt, Rye & Co.

Diese Bezeichnungen für Whiskey leiten sich von den verwendeten Grundstoffen der einzelnen Spirituosen ab. So ist ein Rye Whiskey ein aus hauptsächlich Roggen hergestellter Whiskey, Malt besteht aus gemälzter Gerste, Burbon ist ein vorwiegend aus Mais bestehendes Destillat und Grain ist die Bezeichnung für aus verschiedenen Getreiden und ungemälzter Gerste entstehende Destillat.

Produktionsstätten von Whiskey und Whisky

Whiskey wird auf der ganzen Welt hergestellt und unterliegt verschiedenen Auflagen sowie Produktionsbedingungen. Von Japan über Indien, Schottland bis in die Vereinigten Staaten sind Whiskey-Brennereien zu finden. Alle mit geheimen Rezepturen und alle mit unterschiedlichen Herstellungsverfahren. Da bleibt einem nur eines übrig: Probieren und studieren! 🙂

 

Likör: Süßer Genuss mit Schuss

In diesem Artikel gehen wir sowohl auf die Herkunft, Geschichte als auch die Herstellung von Likör ein. Was die Herstellung der Spirituose mit Mazeration zu tun hat und wie auch Sie einen Likör zu Hause zubereiten können, verraten wir Ihnen ebenfalls. Sie sollten also unbedingt weiterlesen.

Geschichte des Likörs

Durch die Entdeckung von Destillationsverfahren im europäischen Raum Ende des 13. Jahrhunderts wurde die Herstellung von hochprozentigen Spirituosen zunächst als Arznei angegangen. Hierfür wurden bestimmte Kräuter in den destillierten Alkohol eingelegt. Die Kräuter sowie Früchte wurden im Hinblick auf die positiven Effekte auf den Körper ausgewählt und die Wirkstoffe durch Mazeration im Alkohol gelöst. So wurden Liköre vor allem in Klöstern und Apotheken hergestellt sowie vertrieben, bevor Sie als reines Genussmittel konsumiert wurden.

Seit dem 17. Jahrhundert werden Obst- und Kräuterbrände mit Zucker und Aromen versehen, um Likör herzustellen und die Spirituosen als Genussmittel verzehrbar zu machen. Die hohen Zuckerpreise ließen Liköre anfangs in einem sehr eingeschränkten Konsumentenkreis verweilen, bis die Zuckerproduktion in Europa durch Zuckerrohr-Fabriken günstiger wurde und der Likör im 19. Jahrhundert zu einem allgemeinen Genussmittel avancierte.

Die Edlen Brände sind nämlich erst ab einem Zuckergehalt von 10% als Likör zu bezeichnen.

Likör Definition

In der EU gilt eine Spirituose mit mehr als 100g Invertzucker pro Liter als Likör. Bei der Zugabe von Süßmittel im Likör können unterschiedliche Zucker Verwendung finden, jedoch muss der Zuckeranteil mehr als 10% betragen. Weiterhin unterscheidet man zwischen Cremes und Brandweinen. Cremes haben einen Zuckeranteil von 45% und werden in der Regel zur Cocktailherstellung verwendet.

Likör Herstellung

Ein Likör besteht in der Regel aus drei Zutaten: Zucker, Frucht und/oder Kräuter, Alkohol. Der Alkohol kann sowohl aus Fruchtbränden bestehen als auch aus Neutralalkohol agrarwirtschaftlichen Ursprungs. Je nach Grundalkohol bekommt der Likör ein anderes Geschmacksspektrum und verhält sich auch in der Weiterverarbeitung des Endproduktes unterschiedlich.

Der Grundalkohol wird mit Kräutern oder Früchten digeriert oder mazeriert. Die Aromen also entweder mit oder ohne Zufuhr von Wärme im Grunddestillat gelöst, bevor der Destillationsprozess beginnt.

Likör Anwendungen

Ein Likör kann sowohl als Aperitif, Digestif, Cocktail-, Back- oder Kochzutat verwendet werden. Je nach Grunddestillat und Kräuterkomposition sowie Fruchtzugabe eignet sich der entsprechende Likör für bestimmte Verwendungen. Dabei spielt natürlich der persönliche Geschmack sowie das Trinkverhalten eine große Rolle. Im Anschluss wollen wir Ihnen ein Cocktailrezept mit Likörzugabe vorstellen und hoffen, dass Sie auf den zuckersüßen Geschmack kommen.

Rezept mit Likör: Kir Royal

Die Zutaten für dieses Rezept sind simpel aber sehr delikat: 1 Teil Crème de Cassis wird auf 9 Teile Sekt oder Champagner gegeben und fertig ist der royale Cassis Cocktail. In der Regel passen in ein Champagnerglas oder Sektkelch 150ml oder 15cl.

Für dieses Volumen würde sich  die Menge der Einzelnen Zutaten also auf 15ml Crème de Cassis und 135ml Sekt oder Champagner belaufen.