Kategorie: Wissenswertes

Die Espressokanne

Espressokannen gibt es in verschiedenen Varianten, grundsätzlich unterscheiden sich die Modelle aber vor allem im Material: Aluminium und Edelstahl.

Wir empfehlen die Verwendung einer Edelstahlkanne, die trotz des meist höheren Preises mehr Vorteile bietet als die Variante aus Aluminium. Zum einen kann die Edelstahlkanne sowohl auf Ceranfeldern, Induktionsplatten, Elektroherden als auch auf Gasherden verwendet werden und zum anderen ist bei den meisten Modellen eine Reinigung in der Spülmaschine möglich.

Aluminiumkannen haben in der Regel zwar das klassische „Bialetti“-Design und sind preiswerter als die Variante aus Edelstahl, kann aber nur auf Gas oder Elektroherden verwendet werden und sollte unter keinen Umständen in der Spülmaschine gereinigt werden, da die Kanne dann entsorgt werden muss.

Der Espressokocher, wie auch Handfilter und French Press ist ein gute Investition für die Camping-Freudigen unter Ihnen. Aluminiumkannen sind leichter als die Versionen aus Edelstahl, reichen für den Campingausflug vollkommen aus und kochen auch ohne Strom einen leckeren Kaffee. Ob nun Gasbrenner oder Lagerfeuer, mit der richtigen Vorrichtung können Sie auch in der Natur frischen Kaffee genießen.

Spirituosen mit Anis im Überblick: Arrak & Raki

Im dritten Teil unserer Beitragsreihe über Anisspirituosen werfen wir einen Blick auf Raki und Arrak, die sich abgesehen von der Wortnähe nicht im geringsten ähneln. Sowohl Raki als auch Arrak lassen sich wahrscheinlich vom arabischen Wort araq ableiten, welches im Arabischen „süßer Saft“ oder auch „Schweiß“ bedeutet. Die Zutaten sind jedoch sehr unterschiedlich und haben nur das Anisaroma gemeinsam.

Raki

Das für den Raki verwendete Destillat aus Weintrauben oder Rosinen wird durch Mazeration mit Anissamen aromatisiert und anschließend erneut destilliert, bevor es verdünnt wird. Raki wird mit unterschiedlichen Anteilen frischer und getrockneter Trauben hergestellt, welche auch die verschiedenen Geschmacksvariationen bedingen. Weiterhin ist das Verhältnis von Trauben zu Anis für den Geschmack entscheidend sowie der Alkoholgehalt. Raki wird fast nie our getrunken und im Normalfall immer zu einer Auswahl an kleinen Delikatessen genossen. Die sogenannten „Meze“ gehören zur türkischen Trinkkultur dazu und gestalten sich ähnlich wie die griechischen „Mezedes“ oder die spanischen „Tapas“, welche meist in Verbindung mit Alkohol serviert werden.

Arrak

Ist ein aus Palmwein destillierter Schnaps welcher im letzten Destillationsvorgang mit Anis gebrannt wird. Der Schnaps hat seinen Ursprung wahrscheinlich in Indien und wird heute vornehmlich in Indonesien, Sri Lanka sowie südostasiatischen Ländern hergestellt. Da die Herstellungsverfahren sowie die Zutaten von Land zu Land unterschiedlich sind wird die Bezeichnung für die Spirituose in der EU nicht definiert. In den meisten Fällen besteht die Spirituose aus Palmwein oder Reismaische und Zuckerrohr. Einige Arraksorten werden in Holzfässern über mehrere Jahre gelagert und erlangen so ein dem Whiskey ähnliches Geschmacksprofil sowie eine leicht bräunliche Färbung. Getrunken wird der Schnaps traditionell pur oder mit Ginger Beer, aber auch zum Abschmecken von Süßspeisen wird der Anisschnaps oft in Rezepten erwähnt.

Spirituosen mit Anis im Überblick: Pastis, Pernod & Absinth

Im zweiten Teil unserer Beitragsreihe über Anisschnäpse wenden wir uns den französischen Varianten der Gewürzspirituosen zu. Die Anisliköre unterscheiden sich nicht nur in den leicht abgewandelten Rezepturen, sondern auch in der Zubereitung. 

Pastis

Pastis ist sozusagen als Ersatz-Absinth entstanden, welcher in den 1920er Jahren in Frankreich verboten wurde. Die dem Absinth ähnlichen Geschmackskomponenten des Pastis machten den Likör zu einer legitimen Alternative des Absinth-Genusses. Pastis wird durch die Mazeration verschiedener Kräuter und Gewürze in Neutralalkohol gewonnen. Darunter fallen Anis, Sternanis (Foto), Fenchel, Süßholzwurzel, Pfeffer, Kardamom sowie Salbei. Der Alkoholgehalt beträgt meistens 45 Volumenprozent und wird für den Verzehr mit 5 Teilen Wasser auf einen Teil Pastis gemischt, der dabei entstehende „Louche-Effekt“ ist typisch für Anisée bzw. Anisspirituosen und entsteht beim Passats durch die ätherischen Öle, welche durch die Verdünnung unlöslich werden.

Pernod

Der Pernod ist der gleichnamige Likör zur Marke, welche unter anderem auch Pastis herstellt und vertreibt. Der Pernod ist dem Pastis ähnlich, wird aber anders hergestellt. Der größte Unterschied liegt dabei in der Aromatisierung der Liköre; der Pernod wird mit destillierten Kräuteressenzen vermischt, während der Pastis durch Mazeration seine typischen Aromen erhält. Die destillierten Kräuteressenzen werden einem dreifach destillierten Alkohol hinzugefügt und bestehen neben der Anisessenz unter anderem auch aus Essenzen des Korianders, Fenchel sowie Minzessenz. Auch der Pernod besitzt den „Louche-Effekt“, wird ebenfalls mit Wasser für den Verzehr verdünnt und hat einen Alkoholgehalt von ca. 40 Volumenprozent.

Absinth

Die sagenumwobenste Variante der in dieser Beitragsreihe vorgestellten Anisspirituosen kommt ursprünglich aus der Schweiz. Als Heilmittel intendiert, hat sich die Mixtur aus Wermut, Anis und  Fenchel schnell zu einem gefährlichen Laster der Gesellschaft entwickelt und wurde in den 1920er Jahren fast überall auf der Welt verboten. Der hohe Alkoholgehalt von teilweise bis zu 85 Volumenprozent dürfte daran schuld tragen, welcher das hohe Abhängigkeitspotenzial sowie die Halluzinationen begünstigte. Heutzutage ist der Anislikör wieder in den meisten Ländern erhältlich und wird auch mit geringerem Alkoholgehalt vertrieben. Die geschmacksgebenden Kräuter des Absinths werden in Wein- oder Neutralalkohol mazeriert und anschließend mehrfach destilliert, um die starken Bitterstoffe aus dem Endprodukt zu bekommen. Die Färbung erhält hochwertiger Absinth durch Pontischen Wermut, Ysop oder auch Melisse und verlangt ein hohes Maß an Können. Minderwertiger Absinth wird daher meist mit Lebensmittelfarbe eingefärbt und auch nicht durch Mazeration hergestellt, sondern durch die Zugabe von Absinthessenz in Neutralalkohol. Auch der Absinth wird klassischer Weise niemals pur, sondern mit Wasser verdünnt getrunken und besitzt ebenfalls den „Louche-Effekt“.

Piña Colada — Rezept, Hintergründe & Erklärungen

Der klassische Rumcocktail mit Urlaubsflair ist im süßeren Bereich des Geschmacksspektrums angesiedelt.

Dem Piña Colada wird in der Karibik ein eigener Feiertag eingeräumt und ist der offizielle Drink Puerto Ricos. Mitte des 20. Jahrhunderts in Puerto Rico erfunden, erlangte der Drink in den USA und danach in Europa Bekanntheit. Der Ursprung wird unter anderem in der Beachbomber Bar des Hilton Caribe in Puerto Rico verortet und die prominenten Gäste des Hotels verhalfen dem süßen Ananasgetränk weltweit zu großem Ruhm.

Der offizielle Piña Colada Tag ist der 10. Juli; an diesem Tag sollte man sich den fruchtigen Cocktail gönnen. Auch wenn das Wetter hierzulande nicht mitspielt, versetzt einen der exotisch süße Drink gleich in entspannte Urlaubslaune.

Wortwörtlich übersetzt heißt Piña Colada „gesiebte Ananas“, welche bei der traditionellen Herstellung frisch entsaftet und durch ein Barsieb in den Cocktail gelangt. Weiterhin verlangt das Getränk nach Kokoscreme sowie Rum.

Rezept & Zubereitung

Die Grundzutaten, welche in der Region schon lange vor der offiziellen Erfindung des Drinks verfügbar waren, wurden entsprechend in alkoholischen und nicht alkoholischen Getränken verwendet. Die Zugabe von Kokosnusscreme allerdings, wurde erst durch das industriell hergestellte Produkt vermehrt verwendet und gibt dem Drink die typisch cremige Konsistenz, die wir heute kennen. Auch die Verwendung von elektronischen Mixern ist erst seit den späten 1950ern eine standardmäßige Praxis.

Der Piña Colada lässt sich aber auch hervorragend im Cocktailshaker zubereiten, das tut dem Geschmack keinen Abbruch. Dazu gibt man einen Teil Kokoscreme oder Kokosmilch zusammen mit einem Teil Rum sowie drei Teilen Ananassaft in einen Cocktailshaker mit Eis. Gerade bei der Verwendung von Kokosmilch empfiehlt es sich gut zu shaken, da sie meist sehr dickflüssig ist und nicht so einfach durch schütteln mit den anderen Zutaten zu vereinen ist. Weiterhin wird der Drink über ein Barsieb abgeseiht sowie mit einer Maraschino-Kirsche und einer Ananasscheibe dekoriert.

Im Mixer kann der Ananassaft frisch gepresst sein und die Kokosmilch ohne Bedenken verwendet werden, da hier alle Teile zu einer homogenen Masse zerkleinert sowie aufgeschlagen werden. (Ein Smoothie mit Schuss quasi.)

Spirituosen mit Anis im Überblick: Ouzo & Mastika

Die Auswahl an Anisspirituosen ist groß: Sambuca, Pastis, Raki, Mastika, Ouzo, Pernod, Arrak und Absinth sind die bekannten Ausformungen des Gewürzschnapses. Einen kleinen Überblick über die Herstellungsweisen und Zubereitungsarten von Ouzo und Mastika bekommen Sie im ersten Teil unserer Beitragsreihe zu den geschmackvollen Gewürzspirituosen.

Ouzo ist der bekanntere der beiden Spirituosen, da er in den zahlreichen Nachbarschaftstavernen deutscher Städte und Vororte standardmäßig nach dem Essen ausgeschenkt wird. Die Bezeichnung darf nur bei Erfüllung bestimmter Kriterien verwendet werden: Die Spirituose muss in Griechenland oder auf Zypern gebrannt sein, in Kupferdestillatoren mit einem Fassungsvermögen von unter 1000 Litern gebrannt und darf darüber hinaus einen Zuckergehalt von 50g/l  nicht überschreiten. Die Grundlage für das Destillat sind Trauben, wobei ein Neutralalkohol mit Anis, Fenchelsamen und vielen weiteren Gewürzen über Nacht mazeriert und zum Traubendestillat hinzugefügt wird. Im nächsten Schritt wird der Ouzo mehrfach destilliert und in einigen Fällen auch über mehrere Jahre gelagert. Qualitativ hochwertiger Ouzo wird mindestens drei mal Destilliert bevor er abgefüllt wird, kostengünstigere Varianten kommen auch mit einer einfachen Destillation aus, die sich aber im Geschmack der Spirituose niederschlägt.

Mastika ist ein aus Mazedonien und Bulgarien stammender Brand, welcher mit dem Harz des Mastix-Pistazienbaumes hergestellt wird. Auch manche Ouzosorten werden mit diesem überaus geschmackvollen Harz aromatisiert oder mazeriert. Der Mastika ist ebenfalls ein Traubendestillat, wobei es auch Varianten mit Pflaumen oder Feigen gibt.

Beide Spirituosen haben den sogenannten „Louche-Effekt“, womit die milchige Trübung der Getränke gemeint ist. Sobald die Spirituosen mit Wasser in Berührung kommen, wird die Flüssigkeit trüb. Sowohl Mastika als auch Ouzo werden in der Regel mit Wasser verdünnt genossen oder sehr stark gekühlt ausgeschenkt. Beide Spirituosen werden in der Regel zum Essen konsumiert, da sie aufgrund der fehlenden Bitterstoffe keine geeigneten Digestifs darstellen.

Wenn Sie mehr über Spirituosen mit Anis erfahren wollen, schauen Sie in den nächsten Wochen in unseren Blog. Es folgen drei weitere Artikel über die verschiedenen Varianten der mit Anis gewürzten Brände.

 

Wissenswertes: Rum

Die beliebte Cocktailzutat kommt ursprünglich aus der Karibik. Die Herstellung der Spirituose wurde im 17. Jahrhundert erstmals dokumentiert sowie zu dieser Zeit auch vorschriftsmäßig an die Matrosen und Seeleute der Royal Navy ausgeschenkt. Diese sogenannte „Rum-Ration“ wurde erst 1972 abgeschafft. Wie die Spirituose aus Zuckerrohr hergestellt wird, haben wir für Sie in diesem Beitrag zusammengefasst.

Herstellung

Die Melasse des Zuckerrohrs dient als Grundstoff für die Herstellung der Spirituose, welche zusammen mit Wasser sowie Zuckerrohrsaft die sogenannte Maische ergibt. Dieses Gemisch wird fermentiert und so ein Zuckerwein mit niedrigem Alkoholgehalt gewonnen, welcher im Anschluss an die Fermentation noch destilliert wird.

Das Destillat des Zuckerweines wird mit destilliertem Wasser von 85% vol. Alkohol auf 40 bis 55% Volumenalkohol herunter gefahren, um den Rum genießbar zu machen und im nächsten Schritt eine Lagerung von sechs bis 30 Monaten vorzunehmen.

Die Lagerung wird bei weißem Rum in Edelstahlfässern vorgenommen und für braunen Rum in Eichenfässern. So kann nicht nur das Geschmacksprofil angepasst, sondern auch die Qualität erhöht werden.

Viele Hersteller versetzen braunen Rum mit Zuckercouleur, um diesen süßer sowie geschmackvoller zu machen und eine längere Lagerung zu suggerieren. Bezeichnungen wie Flavoured Rum, Likör auf Rumbasis oder Rum-Verschnitt sind ein Hinweis auf solche Zusätze.

Longdrink Kombinationen

Die einfachste und beliebteste Variante eines alkoholischen Getränks ist wohl der Longdrink. Spirituose, Filler und in den meisten Fällen noch ein Strohhalm oder eine Zitrusfrucht und fertig ist der Muntermacher.

Im Gegensatz zum Highball kann der Longdrink mit jeglicher Art von Filler zubereitet werden und sieht in der Regel auch nur zwei Zutaten vor; Spirituose und Filler. Eine der ältesten Arten einen Drink zuzubereiten und die Spirituose genießbarer zu machen sowie darüber hinaus auch die bis heute gängigste Methode Spirituosen zu trinken. Nicht nur in Clubs oder Bars wird so mit wenig Aufwand ein leckeres Getränk erzeugt, auch zu Hause ist der Longdrink eine beliebte Variante den Abend ein wenig aufzupeppen. Im folgenden liefern wir Ihnen ein paar Vorschläge für etwas interessantere Kombinationen von Spirituose und Filler.

Longdrink Kombinationen

Spirituosen wie Korn oder Wodka sind sehr Kombinationsfreudig und lassen sich mit fast allem gut vereinen. Spirituosen wie Gin oder Whiskey, die ein spezifisches Geschmacksprofil besitzen und je nach Herstellung stark im Geschmack variieren lassen sich entsprechend schwieriger zu einem geschmackvollen Longdrink mixen.

Whiskey, Gin und Spirituosen mit Gewürzen

Whiskey Cola gilt bei den meisten als Gräuel, da die intensiv schmeckende Cola die einzelnen, lange durch spezielle Lagerung ausgebildeten Geschmaksnoten des Whiskeys übertünchen. Selbst bei preisgünstigem Whiskey ist diese Mischung nicht zu empfehlen und eine Kombination mit Sprudelwasser vorzuziehen. Das Sprudelwasser verdünnt, ähnlich wie die Zugabe von Eis, den Whiskey und verwässert im Wortsinne den Geschmack der Spirituose, was dem Geschmack keinen Abbruch tun muss.

Gin ist eine durch Gewürze und Kräuter gefilterte oder mazerierte Spirituose, die ebenfalls mit Geschmacksneutraleren Fillern kombiniert werden sollte, um den Gin entsprechend zur Geltung kommen zu lassen. Sprudelwasser und Gin ist eine royale Kombination der Spirituose, welche auch von der Königin des Vereinigten Königreichs getrunken wird. Der Gin kann so sein Geschmacksprofil entfalten und wird durch die Zugabe des Sprudelwassers zu einem prickelnden Drink.

Tonic stellt die perfekte Kombination mit der facettenreichen Spirituose dar und ist auch die beliebteste Variante des Getränks. Der leicht bittere Geschmack des Tonics, welches in verschiedenen Ausführungen vertrieben wird, bringt die unterschiedlichen Geschmacksnoten hervorragend zur Geltung. In Kombination mit gefrorenen Heidel- oder Waldbeeren kann der Drink sowohl ästhetisch als auch geschmacklich interessant gestaltet werden.

Wodka und Rum

Rum wird meistens mit Cola als Longdrink kombiniert. Schade eigentlich, denn Rum schmeckt hervorragend in der Kombination mit Fruchtsäften. Probieren Sie Rum doch einfach mal mit einer Krischbrause oder Maracujasaft aus. Der herrlich süße und zugleich ein wenig saure Maracujasaft bildet einen perfekten Gegenpart zu dem aus Zuckerrohr gebrannten Schnaps. Gleiches gilt für die Krischbrause, die dazu auch noch einen prickelnden Effekt auf der Zunge verschafft.

Wodka kann nahezu mit allem Kombiniert werden. Für ein besonderes Geschmackserlebnis mischen Sie den allseits beliebten Schnaps doch einmal mit Cranberrysaft oder Rhabarberschorle. Der polnische Wodka mit Bisongrashalm in der Flasche schmeckt in der Kombination mit Apfelsaft wie Weihnachten im Mund.

Sprudelwasser als Filler in Cocktails und Longdrinks

Ein sogenannter Filler ist eine Flüssigkeit im Cocktail die zum auffüllen genommen wird. Hierzu zählen deswegen alle Arten von trinkbaren Flüssigkeiten, die dem Cocktail ein größeres Volumen verleihen. So wird in vielen Longdrinks der Alkoholgehalt herunter gefahren oder eine frische Note in Cocktails mit stark schmeckenden Spirituosen gebracht. Säfte, Tonics oder Soft-Drinks sind ebenso beliebte Filler, wie Tee und Wasser. Sprudelwasser verleiht als Filler vielen Drinks eine frische Note und bringt ein herrlich prickelndes Gefühl auf die Zunge.

Einsatzmöglichkeiten

Wasser hat bekanntlich keinen Eigengeschmack und verdünnt bei der Zugabe in Cocktails oder Longdrinks jegliche Geschmacksnoten durch das größer werdende Volumen der Getränkekompositionen. Klassische Kombinationen sind daher der Whiskey Soda, Wodka Soda mit Zitrone oder auch der Campari Soda.

Während beim Whiskey Soda das Kohlenstoffdioxid für eine Betonung bestimmter Geschmacksnoten sorgt und des Whiskey gleichzeitig verdünnt, wird der Wodka Soda als Diät-Cocktail angepriesen, welcher durch die kalorien- und kohlehydratarmen Zutaten zum Geheimtipp unter Ernährungsbewussten Cocktailliebhabern wurde. Der Campari Soda ist ein leichter Aperitif mit einem geringen Alkoholgehalt, welcher auch schon fertig gemixt in Flaschen, von Campari selbst und vermehrt in Italien verkauft wird.

Rezeptvorschläge

Die Zubereitung eines klassischen Soda-Longdrinks ist entsprechend einfach. Die Spirituose wird mit Sprudelwasser im Glas aufgefüllt und nach Belieben mit einer Zitronen oder Orangenscheibe garniert. Wer es gern etwas eleganter mag, kann ich auch eine Zeste aus der Schale einer Zitrusfrucht schneiden und dem Drink somit eine fruchtige Note verleihen.

Ein klassischer Campari Soda wird ebenfalls mit einer Scheibe Zitrone garniert. Da Campari ein Bitter ist, wird er nicht jeden Geschmack treffen. Zuckerschnuten und Süßigkeitenliebhaber können den Campari auch mit Ginger Ale mixen und den Bittergeschmack so ein wenig ausgleichen.

French Press & Handfilter

Wer sich in der heimischen Küche keine große Kaffeemaschine hinstellen möchte, unnötigen Elektromüll vermeiden will oder einen Camping-Ausflug plant, greift bei der Kaffeezubereitung am besten auf French Press oder Handfilter zurück. Im Gegensatz zur Cold-Brew-Methode müssen die Kaffeezubereitungen mit diesen Gerätschaften nicht schon im Voraus zubereitet werden, können jeden morgen frisch genossen werden und eigenen sich darüber hinaus auch für den Urlaub.

French Press oder Kaffeepresse

Die Kaffeepresse ist eine bekannte Variante in der Kaffeezubereitung ohne technisches Gerät. Der Energieaufwand beläuft sich hier, wie auch beim Handfilter, auf das aufheizen des Wassers. Der Kaffee für diese Zubereitungsmethode sollte gröber gemahlen sein als der gängige Filterkaffee aus dem Supermarkt.

Die Zubereitung läuft wie folgt ab; die gewünschte Menge Kaffee in die French Press geben und mit heißem Wasser auffüllen sowie den Kaffee im Anschluss 4 bis 6 Minuten ziehen lassen. Nun können Sie den sich an der Oberfläche abgesetzten Kaffee abschöpfen bevor Sie den Filter auf die Kaffeepresse platzieren oder den Filter ohne vorheriges Abschöpfen hinunter drücken. Der Kaffee sollte nicht in der French Press verweilen sondern direkt in Tassen oder eine Kanne umgefüllt werden. Der Kaffee gibt stetig Aroma- sowie Bitterstoffe ab und diese beeinflussen den Geschmack des Kaffees aus der French Press.

Handfilter

Die Handfiltermethode ist einfach, schnell, vergleichsweise unkompliziert und eignet sich besonders für die Zubereitung einer Tasse Kaffee. Für diese Methode kann Filterkaffee verwendet werden und auch Kaffeefilter aus dem Supermarkt sind vollkommen ausreichend für diese Art der Kaffeezubereitung.

Geben Sie den Kaffeefilter in den Handfilter und fügen Sie die gewünschte Menge Kaffee hinzu. Platzieren Sie den Handfilter auf die Kaffeekanne oder direkt auf die Kaffeetasse und gießen Sie nun das heiße Wasser über das Pulver. Zu beachten ist hierbei, dass das Wasser nicht an die Ränder des Handfilters gegossen wird, da es sonst das Kaffeepulver nicht berührt und das Endprodukt verwässert wird. Weiterhin kann man die Intensität durch die Geschwindigkeit der hinzugefügten Wassermenge beeinflussen. Schnell viel Wasser sorgt für einen milderen Kaffee, während langsam hinzugefügtes Wasser in geringerer Dosierung für einen intensiveren Kaffeegenuss sogt.

Fazit

Die in diesem Artikel vorgestellten Zubereitungsarten verursachen, abgesehen von den Gerätschaften, zu 100% biologisch abbaubaren Müll, verbrauchen wenig Energie und sind auch in sehr ästhetischen Versionen erhältlich. Damit eignen Sie sich nicht nur für den nachhaltigen Haushalt, sondern auch perfekt für den Camping-Ausflug, bei dem Wasser auf einem Gaskocher oder über einem Feuer erhitzt wird.

Beim Kauf einer hochwertigen oder marken Kaffeepresse wird es in den meisten Fällen Ersatzteile für die Reparatur geben und verleihen der Apparatur somit eine längere Halbwertszeit. Der Keramikfilter kommt auch ohne Ersatzteile aus, da er aus einem Stück besteht und nur kaputt zu bekommen ist, wenn er auf den Boden fällt oder gegen eine harte Oberfläche geworfen wird. Nachhaltigkeit wird also in den meisten Fällen gewährt und bietet damit einen weiteren Vorteil zu einer Maschine.

Auch eine Espressokanne erfüllt sowohl die Punkte der Nachhaltigkeit als auch der Energieeffizienz und wird Ihnen im zweiten Teil dieses Beitrags vorgestellt. Weiterhin können Sie im zweiten Teil mehr über Mahlgrade und Mengenangaben für die Zubereitung von Kaffee mit den unterschiedlichen Utensilien erfahren.

 

Vollautomat, Pad-Maschine, Siebträger — ein kleiner Überblick

In diesem Beitrag stoßen wir eine kleine Beitragsreihe an, in der wir sowohl über verschiedene Zubereitungsarten von Kaffee als auch über die Mittel der Zubereitung berichten. Heute geben wir einen kleinen Überblick über die Vor- und Nachteile von Kaffeevollautomaten, Padmaschinen sowie Siebträgermaschinen.

Eine Pad- oder Kapselmaschine ist sowohl einfach in der Handhabung als auch günstig in der Anschaffung und auch die Reinigung gelingt einfach und schnell. Jedoch haben diese Maschinen, abgesehen von geplanter Obsoleszenz und übermäßiger Müllproduktion, viele Nachteile. Eine Pad-Maschine produziert in der Regel biologisch abbaubaren Müll, die Pads können in den meisten Fällen sogar kompostiert werden und verursachen im Gegensatz zu Kapselmaschinen keine Berge an nicht recyclebarem Schrott. Wenig Kontrolle über den verwendeten Kaffee in den Pads oder Kapseln sowie der hohe Preis für die koffeinhaltigen Einlagen machen solche Kaffeemaschinen auf Dauer doch teurer, als zunächst gedacht. Zumal die Pad- oder Kapselmaschinen eine Halbwertszeit von ca. 2,5 Jahren haben und danach irreparabel auf den Müll wandern.

Bei einem Kaffeevollautomat liegen die Vorteile in der Bedienung. Durch einen einfachen Tastendruck werden alle notwendigen Vorgänge in Gang gebracht und das in kürzester Zeit. Bei einer Maschine mit direktem Mahlwerk wird selbst das Kaffeemehl automatisch entsorgt und Erspart dem Nutzer damit einiges an Arbeit. Die Nachteile sind der vergleichsweise hohe Preis sowie die Lautstärke während der Kaffeeproduktion und das geringe Produktionsvolumen der Vollautomaten. Mehrere Kaffee am Stück sind nicht ganz so einfach zu produzieren und darüber hinaus erfordert die Benutzung der Maschine eine tägliche Reinigung, um einen gleichmäßigen Kaffeegenuss zu erzielen.

Eine Siebträgermaschine nimmt nicht nur am meisten Platz ein, sie ist auch die kostenintensivste der hier vorgestellten Varianten. Mit einer professionellen Siebträgermaschine lässt sich zwar der perfekte Espresso produzieren, jedoch ist dafür ein geübter Umgang mit der Maschine erforderlich. Eine lange Heizphase bis die Maschine auf der richtigen Temperatur ist sowie aufwendige Justierungen machen die Siebträgermaschine zu einer für Normalverbraucher ungünstigen Investition. Die Vorteile für geübte Hobby-Barista sind die ästhetische Erscheinung, die vielen Einstellungsmöglichkeiten sowie die Sicherheit, dass die Maschine bei einer Fehlfunktion oder einem Schaden fast immer repariert werden kann und so weniger Müll produziert und eine lange Halbwertszeit gewährleistet wird.

Maschinentypen im Vergleich

Pad-/KapselmaschinenVorteileNachteile
Leichte HandhabungKostenpunkt der Kaffeepads/Kapseln
Leichte ReinigungMüllproduktion (bei Kapselmaschinen)
Schnelle Heizphase Keine Feinjustierung möglich
Fragwürdiger Kaffeegenuss
Kaffeevollautomat
Leichte Handhabung durch einfachen Tastendruck Lautstärke
Moderate HeizphasePreis
Moderater KaffeeKeine Feinjustierung möglich
Tägliche Reinigung erforderlich
Siebträgermaschinen
Feinjustierung möglichPreis
Perfekter EspressoKomplizierte Handhabung
Ästhetische ErscheinungTägliche Reinigung erforderlich
Lange Heizphase
Platz

Wir benutzen an unseren mobilen Kaffeebars ausschließlich professionelle Siebträgermaschinen von Bezzera und ECM. Unsere geschulten Barista wissen um alle Feinjustierungen zur Erzeugung des perfekten Espressos bescheid und zaubern Ihnen auf Messen, Kongressen oder Promotion Events vollmundige sowie aromatische Kaffeevariationen auf höchstem Niveau.